Schluß mit Konsumismus!

Leo Babauta

Wir sind keine Konsumenten. Wir sind Menschen.

Unser Leben ist nicht dazu bestimmt, Geld zu verdienen, damit wir unsere Einkaufsgewohnheiten aufrecht erhalten können oder damit wir uns ein großes Haus und zwei Autos oder luxuriöse kulinarische Genüsse oder teure Unterhaltung leisten können.

Wir leben nicht, um die Wirtschaft zu unterstützen. Und doch scheint es so – wenn man objektiv von außen auf unsere Gesellschaft schaut – dass wir das tun.

Wir verbringen unsere Kindheit – kostbare Jahre, die viel zu schnell vergehen – in Schulen, die darauf ausgerichtet wurden, uns die besten Jobchancen zu erschliessen. Dann machen wir einen Abschluss und stehen unter dem Druck, möglichst zur studieren (wobei wir uns oftmals verschulden), um am Ende die besten Aussichten auf einen gut bezahlten Job zu haben.
Um die heiß begehrten, aber nur begrenzt verfügbaren, gut bezahlten Jobs konkurrieren wir bis aufs Messer. Die Sieger werden mit großen Häusern, Geländewagen und schicker Kleidung belohnt (und einer Menge daraus resultierender Schulden). Die Verlierer stecken in unwichtigen Jobs, die sie hassen, neidisch auf andere, die sie im Fernsehen sehen und die ein Leben in Saus und Braus führen. Sie essen billiges Fastfood und sind darauf angewiesen, in Schnäppchen-Outlets einzukaufen.

Wie auch immer: In jedem Fall finden wir unseren Weg als Konsumenten. Und alles wird mit Konsum gelöst: Wenn wir gestresst sind, gehen wir shoppen. Wenn wir unterhalten werden wollen, kaufen wir uns Unterhaltung. Wir kaufen abgepacktes Essen, werkeln an unserer schwächelnden Gesundheit herum, indem wir Trainingskleidung und die dazugehörige passende Ausrüstung kaufen. Unsere finanziellen Probleme lösen wir, indem wir Bücher über private Finanzplanung kaufen und eine zweite Hypothek aufs Haus aufnehmen.

Unser Leben ist ganz und gar unseren Einkaufsgewohnheiten gewidmet. Wir sind Sklaven der Firmen, verrichten eine Arbeit, die wir verabscheuen, für Sachen, die wir nicht brauchen.

Was wäre, wenn wir daraus ausbrechen könnten?

Was ist die Alternative?

Das Komische ist, dass es Millionen Alternativen gibt. Aber wir sind so darauf trainiert zu glauben, es gäbe nur einen Weg, dass wir uns kaum etwas anderes vorstellen können.

Wie wäre das Leben ohne Werbung, Einkaufszentren, Online-Shopping und Arbeit für große Unternehmen? Wie wäre ein Leben ohne Markenzeichen auf all unserer Kleidung, ohne das Apple-Logo auf jedem Gerät und ohne Filme und Fernsehshows, die von großen Firmen für die Masse produziert wurden?

Das Leben wäre ruhiger und vielleicht hätten wir mehr Freizeit. Weil wir nicht so viel kaufen müssten, würden wir weniger arbeiten. Was für ein revolutionäres Konzept! Und das ist es tatsächlich, denn der technische Fortschritt hat nicht zu weniger, sondern zu mehr Arbeit geführt.

Das Leben würde sich mehr auf Menschen konzentrieren, als auf Dinge. Es wäre gesünder, denn wir würden uns (wahrscheinlich) mehr bewegen, mehr draußen sein, weniger Fastfood essen und mehr echte Nahrung zu uns nehmen.

Das ist natürlich alles idealisiert, aber es ist eine Alternative, die ich mir vorstellen kann. Zunächst müssten wir jedoch aus unserem Konsumdenken ausbrechen.

Schritte in die Freiheit

Zu allererst müssen wir uns bewusster werden, was mit unserem Geist geschehen ist. Wenn wir im Fernsehen, im Kino, oder im Internet Werbung sehen: Welche Dringlichkeiten weckt das in uns? Warum sehen wir uns überhaupt Werbung an? Können wir das vermeiden?

Schau weniger TV. Vermeide Einkaufszentren und Shopping. Blockiere Werbung im Internet (ich kenne die Argumente, dass man dann den Content-Anbietern Geld vorenthält, aber mich überzeugt das nicht – ich verdiene mein Geld ohne Werbung).

Kauf weniger. Wenn du den Drang verspürst, etwas zu kaufen, dann überlege, ob es ein wahres Bedürfnis oder einfach nur Lust auf etwas ist. Lerne, mit dem Leben zufrieden zu sein, wie es ist, anstatt Dinge zu kaufen, die es besser machen sollen.

Wenn es etwas gibt, was du wirklich brauchst, dann überlege, ob du es dir leihen, selbst herstellen oder irgendwo gebraucht finden kannst. Wenn du es neu kaufst, versuche, es von einer Person aus Fleisch und Blut – bei einem Kleinunternehmer oder Handwerker – zu kaufen, und nicht bei einer Firma. Es ist vielleicht teurer, doch Billiges erweist sich am Ende oft als die teuerste Lösung.

Werde kreativ. Finde Formen der Unterhaltung, die nichts kosten. Schließe dich mit Kreativen und Werktätigen zusammen, statt eine Firma zu gründen. Bündel Ressourcen, richte Büchereien ein, die Lösungen für all das bereitstellen.

Lerne, wie man Dinge selber macht, wie man näht und kocht und anpflanzt. Das sind uralte Techniken, doch sie funktionieren bis heute. Sie sind einfach. Und das ist alles, was wir brauchen.

Geh auf Abstand zu den Werten von Firmen, Konsum und Begierde.

Befrei dich. Du hast es verdient.

„Es muss mehr im Leben geben, als alles zu haben.“ Maurice Sendak

Dieser Artikel stammt von Leo Babauta, er wurde erstmals auf seiner Website zenhabits.net unter dem Titel Breaking Free From Consumerist Chains veröffentlicht. Sein täglicher (englischsprachiger) Newsletter bietet eine Vielzahl von wertvollen Anregungen. Übersetzung: Peter Brandenburg. Bearbeitung: Annemarie Amann und Dirk Henn.

Kommentare

Weniger Konsum ja. Nur noch

Weniger Konsum ja.
Nur noch das Notwendige konsumieren ja.
Notwendig sind: Kleidung (Minimalausstattung), Essen, Dach über dem Kopf, Hygieneartikel und Krankenversicherung, evtl. Auto zur Erreichung des Arbeitsplatzes, kann ein günstiges älteres sein.

Aber..........ansonsten gilt................
So einfach ist die Sache leider nicht. Das ist ein ziemlich naiver Bericht. Solange dieses System in der derzeitigen Form existiert ist die Wahl der Lebensform nicht unbedingt frei wählbar.
Klar kann man sich dem Leistungsdruck entziehen, dem Konsum, einen Scheiß-Job machen.......aber auch in einem Scheiß-Job muß man ackern, denn wenn man es nicht tut stehen schon tausend Unqualifizierte vor der Tür die einen ersetzen können.
Und die Kohle von solch einem Scheiß-Job reicht nicht, um die immer teurer werdenden Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Die Mieten, auch ausserhalb der Metropolen, werden immer mehr unbezahlbar. Immer mehr Investoren und Spekulanten machen sich im Immobilienmarkt breit und lassen die Mieten und Immobilienpreise ins Unermessliche steigen. Zustände a la UK und USA.
Das sicherste ist ein Haus zu erwerben, möglichst ohne Schulden zu machen, denn so ist man sein eigener Herr und lebt als Rentner mietfrei. Alles anders ist unrealistische Träumerei oder nur dann umsetzbar, wenn unsere jetzige globalistische kapitalistische Weltstruktur durch eine humane ersetzt wird. Wer glaubt, daß unsere Eliten das aber zulassen ist ein noch viel dümmerer Träumer.
Und wer glaubt, daß der Kommunismus die Rettung wäre irrt sich ebenso. Auch da besitzt eine reiche Minderheit alles und der Rest darbt als arme Proletariermasse - absolut gleich mit allen anderen unfreien Proletarier-Sklaven - bis ans Ende ihres Lebens.
System ändern - in bestimmten Punkten ja, aber das vernünftig zu tun dazu ist die Mehrheit der Menschen viel zu dumm, besonders die bereits bunt druchmischte Multikulti-BRD mit den Millionen Gutmenschen und Millionen Anti-BRD-Ausländern.

Wenn Du wüsstest

wie wenig man wirklich braucht, würdest Du anders darüber deneken, was naiv ist. Wenn Du auf dem richtigen Weg bist, brauchst Du keine Krankenversicherung mehr. Du brauchst auch keine Mode mehr. Eigentum und Besitz brauchst Du auch nicht mehr. Du legtst dann keinen Wert auf Prestige, Ansehen oder was die Leute sagen. Für Lebensmittel gibst Du meist nur noch maximal 10 bis 15 Euro pro Woche aus. Du befindest Dich auf dem Weg immer weniger essen zu müssen, bis Du eines Tages gar nichts mehr essen musst. Das tollste daran ist, dass Dir dann niemand mehr sagen kann was Du tun sollst. Das nenne ich die wahre Freiheit. Die Änderung des Systems findet in Dir selbst statt.

Lob

Tolle Seite. Berichte klasse mit neuen kreativen Ansätzen.
Weiter so.
Wir schauen öfter vorbei.

Grüße von der gesamten Redaktion!

Ich habe da eine etwas radikale Ansicht. ^^

Ich empfehle diesbezüglich das Buch von Tomas Sedlacek "Die Ökonomie von Gut und Böse". Er beschreibt sehr schön, das Spiel zwischen Angebot und Nachfrage.
Wir wollen immer und immer mehr, sind aber auch bei Erfüllung unserer WÜnsche noch immer unzufrieden.
Natürlich haben sich aus der Unzufriedenheit auch viele gute Dinge entwickelt, die uns unser Leben erleichtern (Waschmaschinen, etc.).
Das Ding ist jedoch einfach, dass wir lernen müssen, uns zu mäßigen.
Nicht immer nur etwas haben zu wollen.
Wir kaufen mehr, als wir benötigen, nehmen dafür sogar Schulden auf. Und warum das alles?
Weil die Medien uns suggerieren, dass wir etwas benötigen, das wir gar nicht wirklich brauchen.
Aber sie haben nur die Chance zu uns durchzudringen, weil wir innerlich unzufrieden sind. Und da sind wir wieder am Anfang angelangt.
Innere Unzufriedenheit kann man dem Menschen in unserer konsumorientierten Gesellschaft anscheinend nicht austreiben.
Depressionen und chronische, durch die psyche verursachte Krankheiten nehmen immer mehr zu, obwohl es uns eigentlich doch soooo gut geht, im Vergleich zu anderen, rauheren Zeiten.
Sagt man nicht, dass gerade ärmere Leute, zufriedener sind?
Meine harte Theorie dazu ist folgende:
Wenn die Grundbedürfnisse eines Menschen ohne große Anstrengungen befriedigt sind (Essen, Trinken, Schlafen, Sex), dann mcht er sich auf die uche nach dem "Mehr" im Leben. Ala: Da muss doch noch ein anderer Zweck sein, ein Grund, warum ich hier bin. Herumdenken bringt den Menschen einerseits auf gute, aber andererseits auch auf verdammt dumme Ideen.
Ich denke daher, die einzige Lösung, die Leute wieder zufriedener zu machen, ist, ihnen einen Grund zum Leben zu geben.
Sie müssen jagen und sammeln, um zu essen, suchen, um zu trinken, bauen und verteidigen, um zu schlafen und werben, um einen Partner zu bekommen.
Wenn einem alles hinterher geschmissen wird, dann ist und bleibt der einzige Gott dem wir huldigen das Geld.
Zahlen auf Papier, Nummern in digitalen Welten.
Bevor die Menschen sesshaft wurden, hatten sie mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Ich empfehle hier einen Beitrag von den vlogbrothers" bei youtube.
Nun ja, schöne Grüße an alle, die sich Gedanken machen ... ;)

Meine späte Erkenntnis

Hallo und vielen Dank für die wundervollen Beiträge.

Für mich gab es früher nur das Ziel, beruflich sehr erfolgreich zu werden und viel Geld zu verdienen.
Vor ca. 10. Jahren (da war ich Ende 30) kamen mir die ersten Zweifel. Also habe ich meine Unzufriedenheit mit einem schöneren Auto, noch exklusiveren Reisen und tolle Kleidung kompensiert.

Heute bin ich klüger und ärgere mich über die verlorenen Jahre, in denen ich immer schneller lief, höher hinaus wollte. Ich lernte, dass es zweckmäßig und beruhigend ist, nicht zu viele Dinge um mich herum anzusammeln. Viele Dinge habe ich verkauft/verschenkt/weggeworfen. Heute kann ich kaum glauben, was für ein Plunder mich seinerzeit umgabe.
Aber auch meinen Bekannten-/Freundeskreis habe ich kritisch überdacht und mich von einigen Leuten getrennt.

Als es in den letzen Jahren beruflich zu stressig wurde, konnte ich meine Arbeitszeit problemlos auf ein für mich erträgliches Maß reduzieren. Von den ungläubigen Gesichtern der Vorgesetzten/Kollegen mag ich hier nicht sprechen, denn die waren und sind mir egal.

Heute lebe ich sehr viel zufriedener. Endlich habe ich eine Gelassenheit gefunden, die ich in meinen extrem strebsamen Zeiten nie fand.

Viele Grüße

Wörter wie: Konsument,

Wörter wie: Konsument, Bürger, Zivilist, Person, Passant, konfiszieren (und viele mehr)
werden bewusst von der Elite durch ihre Medien benutzt, damit Menschen langsam immer mehr ihre eigene Souveränität vergessen.

Wir sind grundsätzlich frei und souverän geboren. Die Elite will aber Sklaven. Nationen sind heutzutage Firmen und unterstehen dem internationalen Firmengesetz (UCC). Bürger mit einem Pass sind nicht freie Menschen sondern strenggenommen "Besitz"(Inventar) der Firma. Das ist kein Witz. Immer mehr Menschen finden dies heraus, wenn sie die Gesetze studieren. Zivilrecht, UCC(Uniform Commercial Code), commercial law, maritime law stammen allesamt vom kanonischen Recht. Vom Vatikan.

Der militärische Jesuitenorden, der im 16. Jahrhundert von Loyola gegründet wurde beherrscht heute den Vatikan. Fast alle der reichsten und mächtigsten Männer auf dieser Welt sind entweder direkte Mitglieder oder Engverbündete des Jesuitenordens oder einer seiner Parallelordens(z.B. der Militärische Souveräne Orden von Malta, oder der Military Order of St.Gregory etc.). Auch viele hochrangige Politiker sind durch Jesuitenuniversitäten gegangen.

So haben die Elite uns seit langem verarscht. Das Ziel der Jesuiten ist TOTALITÄRE WELTMACHT. Eine Weltregierung mit einer Währung, einer Religion, wo Du nicht raus kannst. Wo Du ein produzierender Sklave bist. Wo Du niemals frei auf Deinem Land für Dich selbst und Deine Familie autonom und selbstversorgend bist. Oder in einem autonomen souveränen Dorf.

Wir müssen wieder zurück(nicht technologisch) und unser Geburtsrecht, unsere Souveränitiät zurückerkämpfen. Ein souveräner Mensch hat keinen Besitzer. Er ist grundsätzlich frei und soll es bleiben solange er anderen Menschen nicht offensichtlich Schaden zufügt. Ein Bürger hingegen ist ein Mensch, dem im Moment der Unterzeichnung der Geburtsurkunde seine Souveränität offiziell gestohlen wurde. Die Eltern überweisen das Neugeborene der Firma (z.B. Deutschland) mit ihrer Unterschrift. Dann ist das Kind Besitz von der Firma Deutschland und dem Menschen werden nur einige "Rechte" zugestanden. Gerade genügend Rechte, damit der Traum(die Hypnose) der Freiheit aufrechterhalten wird, damit der Mensch ein Leben lang der reichen Elite dient. Das heranwachsende Kind wird durch den Staat(die im Hintergrund heimlich von den Jesuiten gesteuerte Firma) entführt und geschult(Schulpflicht). Der Glaube an das Idol Demokratie wird dem Kind aufgezwungen. Wer heute Demokratie verwirft, wird als Terrorist bezeichnet. Als Gefahr für die Jesuiten, denn sie wissen, dass SIE im Spiel der Demokratie IMMER gewinnen. Denn sie besitzen ja die Medien, die Waffenindustrie, die Banken, die Zentralbanken, Pharma usw. Zerfällt die Demokrate, dann zerfällt ihre Macht. Darum kämpfen sie mit aller Waffengewalt darum die Demokratie und das gegenwärtige System zu erhalten.
Wenn die Eltern sich gegen diese Schulung oder auch Zwangsimpfungen wehren, riskieren sie dass ihnen das Kind von den Jesuiten(durch den Staat) komplett gestohlen wird.

Guter Kommentar

Es macht mich glücklich und zuversichtlich, dass es Menschen gibt, die mit offenen Augen durchs Leben gehen.
Sie sind sicher einer von diesen!
Danke, dass Sie so gekonnt in Worte gefasst haben, was meine Überzeugungen darstellen!

"Gott kam auf die Welt, in Gestalt von Jesus Christus, um eine "Weltanschauung" zu gründen.
Der Teufel folgte ihm, oranisierte alles und gründete eine "Religion"!

gesegnete Feiertage, Ihnen und Ihren Lieben!

Angelo

Tyler Durden

hat gesprochen.^^

Herrgott noch mal, eine ganze Generation zapft Benzin! Räumt Tische ab! Schuftet als Schreibtisch-Sklaven! Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos… Machen Jobs, die wir hassen! Kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen! Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute… Männer ohne Zweck, ohne Ziel! Wir haben keinen großen Krieg! Keine große Depression! Unser großer Krieg ist ein spiritueller… Unsere große Depression ist unser Leben… Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars… Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten…”
http://www.orschlurch.de/2009/05/28/die-besten-filmzitate-aus-dem-besten...

Mfg

kritische stimme zum

kritische stimme zum artikel

wenn wir den konsum stoppen würden dann würde es ganz schnell anders aussehen und jeder würde sich wahrscheinlich wieder in die zeit des konsumismus zurück wünschen.
der grund warum dieses system funktioniert ist meiner meinung nach weil es uns speziell in den entwickelten ländern ziemlich gut geht.
"vielleicht hätten wir ohne konsumismus mehr freizeit" kann sein. aber vielleicht müssten wir auch täglich schuften um überhaupt überleben zu können. da bevorzuge ich lieber das jetzige system.
bin selbst aber auch der typ mensch dem der konsum ziemlich am a... vorbei geht.
gekauft wird erst etwas wenn ich es wirklich brauche.
ich verdiene auch viel mehr als ich brauche. mein gehalt sehe ich als lebenszeit. und diese lebenszeit möchte ich nicht für irgendwelche unnötigen produkte opfern.

meiner meinung nach ist dieser artikel reine träumerei. leider wirds das nicht spielen das wir alle in einer schönen heilen welt leben können. dafür bringt der mensch leider die falschen eigenschaften mit.

Bewusst konsumieren

Es geht nicht um den völligen Stopp des Konsums, sondern viel mehr um ein bewusstes Konsumieren. Etwas zu kaufen weil man es braucht ist etwas anderes als etwas zu kaufen weil man es will.
"aber vielleicht müssten wir auch täglich schuften um überhaupt überleben zu können" --- Tun wir das nicht heute schon? Menschen die am Tag 12 Stunden arbeiten und am Ende nicht genug Geld und Zeit haben um Ihre Kinder vernünftig zu ernähren und anständig anzuziehen.
Und das es uns hier "gut" geht ist auch nur ein Blick durch eine rosa rote Brille. Natürlich haben wir hier täglich was zu essen auf dem Tisch, können jeden Spaß haben den wir wollen und jedem Trend folgen. Aber zu welchem Preis denn bitte ... ?

Bewußt konsumieren

Ich bekenne: Ich bin Konsumentin. Ich habe mir gerade eine neue Spülmaschine gekauft, weil ich lieber Klavier spiele statt zu spülen. Ich habe mir drei neue Winterwollhosen gekauft, weil mir die Monatserkältung des letzten Winters nicht mehr ins Haus kommt. Ich schätze Emma, meine Waschmaschine (in der Waschzeit gehe ich spazieren) und Theo, meinen Staubsauger, der mich davor bewahrt, mit der Zeit eine Staublunge zu kriegen. Ich nähre meine Seele jeden Tag durch meine (gekauften) Bilder an den Wänden, und seitdem ich nicht mehr selbst das Holz für meinen Ofen hacke, geht es auch meinem Rücken besser.
Es nützt nichts, die vielschichtigen Ersatzhandlungen, die nun einmal das Kaufen darstellen, dem Kaufen und/oder dem Käufer anzulasten. Mit ausreichend entwickelter Selbstwertschätzung braucht niemand einen Porsche, und kein Mensch käme auf die völlig unsinnige Idee, dem jährlich wechselnden Modediktat zu folgen. Auch das Bedürfnis der Anpassung an Trends, mit der man sich Fremdwertschätzung zu erwerben sucht, oder der Rivalisierung mit anderen, mit der eine Erhöhung der eigenen Wertigkeit gekauft werden soll, würde sich von jetzt auf gleich in Luft auflösen.
Die Ersatzkäufer sind nicht blöd sondern liebebedürftig. Ob wir es wollen oder nicht: Ersatzhandlungen schaffen momentane Erleichterungen. Dass sie nicht anhält, könnte den Konsumenten die Chance bieten, spüren zu lernen, dass sich ihr Defizit durch Ersatzkäufe nicht beheben lässt.

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Nähere Details können Sie der Creative Commons Lizenz entnehmen, der dieser Beitrag unterliegt. Urheber: 52 Wege / Leo Babauta

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