Wie viel ist genug?

Eine Hand voll Reis: genug?

Basics       Foto © Mr. Kris/flickr

Leo Babauta

Wir wollen oft mehr als wir gerade haben.
Mehr Geld, mehr Gadgets, bessere Möbel, eine bessere Wohnung, ein besseres Auto, mehr Kleidung, mehr Schuhe, mehr Erfolg.
Und was passiert, wenn wir mehr bekommen? Wir sind nicht zufrieden, weil es bereits neue Werbung für neue iPods, für neue Laptops, für neue iPhones, für neue Autos, für neue Kleidung gibt. Wir wollen das haben. Es ist unmöglich diesen unersättlichen Hunger zu stillen, weil unsere Kultur sich nicht mit dem zufrieden gibt, was wir haben, sondern darauf abzielt, mehr haben zu wollen.

Sich für die Welt entscheiden

Die unbeschreiblich schöne Welt

Eine unbeschreiblich schöne Welt     Foto © Nasa

Thomas Merton

Niemand hat mich vorher gefragt, ob ich 1915 geboren werden wollte, so dass ich zum Zeitgenossen von Auschwitz, Hiroshima, dem Vietnamkrieg und den Rassenunruhen von Watts geworden bin. Und doch sind das Ereignisse, in die ich, ob ich es will oder nicht, zutiefst und persönlich involviert bin. Die „Welt“ ist nicht nur ein physikalischer Raum, der von Düsenflugzeugen durchmessen wird und der voller Menschen ist, die in alle Richtungen rennen. Sie ist ein Komplex von Verantwortlichkeiten und Optionen, der sich aus der Liebe, dem Hass, den Ängsten, Freuden, Hoffnungen, der Gier, Grausamkeit, Freundlichkeit, dem Glauben, Vertrauen und Misstrauen aller zusammensetzt.

Von der Wertlosigkeit der Dinge

Das Ende der Reise

Das Ende der Reise     Foto © Tal Bright/flickr

Paul Graham

Ich habe zu viel Zeug. Den meisten Menschen in Amerika geht es so. Und je ärmer Menschen sind, desto mehr Zeugs scheinen sie zu horten. Kaum jemand ist so arm, dass er sich nicht einen Vorgarten voller alter Autos leisten kann.

Das war nicht immer so. Die Dinge waren rar und wertvoll. Du findest noch immer Beweise dafür, wenn du danach Ausschau hältst. Zum Beispiel haben in meinem Haus in Cambridge, das 1876 erbaut wurde, die Schlafzimmer keine Kleiderschränke. Zu jener Zeit passte die Kleidung der Menschen in eine Kommode.

Acht Grundsätze der Entzivilisierung

Paul Kingsnorth und Dougald Hine
Wie von dem sprechen, was uns erwartet? Worauf gilt es zu achten, wenn wir uns auf dem Weg in neue Welten auf die Suche nach brauchbaren Erklärungen, Geschichten und Erzählungen machen?
Zwei britische Poeten, auf der Suche nach einer Sprache für die Welt von morgen.

 
"Wir müssen unsere Sichtweisen ein wenig vom Menschen entrücken und Vertrauen schöpfen. Wie der Berg und das Meer, aus denen wir geschaffen sind."
 
1. Wir leben in einer Zeit sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Umbrüche, einer Zeit der Entwirrung. Um uns herum mehren sich die Anzeichen, dass schon jetzt unsere gesamte Lebensweise Geschichte wird. Wir wollen auf diese Wirklichkeit einfach und aufrichtig zugehen und lernen, wie wir angesichts dieses Wandels leben können.

Wie ein Kind

Rote Stiefel im Herbst

Herbst     Foto © lama-photography/photocase

Leo Babauta
“Alle Kinder sind Künstler. Das Problem ist, wie man ein Künstler bleiben kann, wenn man erst einmal erwachsen wird."
Pablo Picasso

 
Manchmal hänge ich am hellichten Tag mit einigen meiner Kinder im Bett herum, lass alles stehen und liegen und spiele einfach. Oder ich sitze neben ihnen und sehe wie sie spielen. Sie tun so, als wären sie Superhelden oder Prinzessinnen, sie spielen Szenen aus ihrem Leben nach oder sie schießen mit Holzgewehren aufeinander ein.

Fast immer beschleicht mich dann ein Gefühl der Bezauberung, einer reinen Freude, einer unschuldigen Rückkehr in eine einfachere Zeit.

Kavaliersdelikte für alle

Warum sich Politik erst ändert, wenn wir uns verändern

Wir wählen die Atomkraft
Dirk Henn

Am Wochenende sind Wahlen, und im Grunde meines Herzens wünsche ich den radikalen politischen Wandel. Den ökologischen Umbau der Gesellschaft, die Entschleunigung der Ökonomie - und zwar sofort.

Doch daraus wird nichts. Nicht jetzt. Und schon gar nicht am nächsten Sonntag. So einfach geht das nicht, denn, was ich da will, widerspricht den Gesetzen politischen Handelns.

Aus der Fülle des Lebens schöpfen

weniger ist mehr

Weniger ist mehr     Foto © tigerente/photocase

Leo Babauta

Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich nun schon daran, mein Leben zu vereinfachen; und während ich die sublimen Freuden eines einfachen Lebens entdeckt habe, ist mir klar geworden, dass die meisten Menschen es nicht kapieren.

"Wieso sollte ich WENIGER wollen?" fragen sie sich selbst. "Weniger ist weniger Spaß, härter, so mönchsartig, langweilig."

Die einfache Antwort: Weil das Leben so viel besser sein kann mit weniger.

Das ist kaum zu glauben, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast, aber heute bin ich glücklicher denn je.

Wohlstand ohne Wachstum

Wir brauchen kein grün angepinseltes Weiter-so, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen.

Der macht Klima!

© beck/ews

Niko Paech

Welche Reaktionen würde wohl die Ankündigung eines Automobilherstellers auslösen, demnächst ein Fahrzeug ohne Rückwärtsgang und Bremse produzieren zu wollen? Vermutlich Gelächter. Oder Kopfschütteln. Komisch, dass eine solche Reaktion nicht auch den meisten Ökonomen und Wirtschaftspolitikern entgegengebracht wird. Denn dieselbe Absurdität liegt dem üblichen volkswirtschaftlichen Denken zugrunde; mehr noch: Das ganze Entwicklungsschema moderner Gesellschaften basiert auf der Grundannahme, Fortschritt sei ausschließlich ein Akt der Addition und nur bei ständigem Wachstum möglich.

Wen die Götter vernichten wollen, dem geben sie unbegrenzte Ressourcen.

Twyla Tharp

Twyla Tharp in "The Creative Habit"


 
 
 
 
 
 
 
 

Von der Sehnsucht in die Mangel genommen

In die Ferne schweifen

Am Fluchtpunkt       Foto © yeah.yeah/photocase

Dirk Henn

Wenn ich einen Mangel empfinde (und es gibt im Leben eine Menge Gründe, wegen derer man Mangel verspüren kann!) steigt sie in mir auf: Diese Lust, etwas zu haben, etwas zu bekommen.

Während ich auf unserem Weinberg mit dem Hund durch die Abenddämmerung gehe, leuchtet mir das rote Neonlicht des Media Marktes entgegen. Es gibt mir einen heißen Stich und meine Lust auf kleine unterhaltsame elektronische Freunde ist in mir entfacht – iPhones, iPods, Laptops, es gibt so köstliche elektronische Freuden.

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