Leo Babauta

Die Kraft des Kleinen

Von der Kunst, Veränderung zu bewirken

Kleine Kraft die Leben schafft

Kleine Kraft die Leben schafft       Foto © Gerti G./photocase

Leo Babauta

In "Krieg der Sterne" gibt es eine Jedi-Krafttechnik die sich "die Kunst des Kleinen" nennt. Im Kern geht es darum, dass ein Jedi seinen Fokus verkleinert – bis dass er die gebündelte Kraft nutzen kann, um Dinge auf einer mikroskopisch kleinen Ebene zu verändern.
Das ist eine freakige Art zu zeigen, wie das Fokussieren auf weniger und weniger zuletzt alles verändern kann.

Lass die Welt an dir vorüberziehen

Das, was immer schon da ist

Das, was immer schon da ist       Foto © Erik/Flickr

Leo Babauta

Gestern saß ich vor meiner neuen Wohnung (wir sind letzte Woche umgezogen, und wir lieben diesen neuen Ort) und ich habe einfach den Dingen um mich herum ihren Lauf gelassen.
Menschen fuhren in ihren Autos vorbei, in Eile auf dem Weg zu ihrer nächsten Verabredung. Vögel zogen vorüber und die Insekten waren so geschäftig wie die Menschen in ihren Autos, während um mich herum die Pflanzen und Gräser im feuchten Klima Guams gedeihen.

Welche Dinge braucht der Mensch?

Leo Babauta
Glückskäfer

Flüchtige Begegnung       Foto © la.Gabrie/photocase

Seit Jahren schon versuche ich, alles Unnötige aus meinem Leben zu entfernen – so auch in diesem Jahr.
Tja, ich weiß schon: Jetzt werden Sie das lesen und denken, dass ich mich jeder Freude in meinem Leben beraube – aber das ist nicht wahr.
Also, ich werde Ihnen das erklären.

Die erste Frage bei diesem Vorhaben lautet natürlich: Was bedeutet "unnötig"? Dafür müssen wir zunächst untersuchen, welche Dinge notwendig sind ... und die erste Frage bei dieser Untersuchung lautet: "Notwendig wofür?" – Was ist das wahre Ziel? Meine Antwort, die sich von denen anderer Menschen unterscheidet, lautet: "Notwendig für ein glückliches Leben".

Langsam

Slow down... to enjoy life

Leo Babauta
Wege

Wege       Foto © lama-photography/photocase

Ich lese für gewöhnlich keine weitergeleiteten Mails, aber heute habe ich eine bekommen, die meine Aufmerksamkeit erregt hat. Sie war von jemandem verfaßt, der bei Volvo in Schweden arbeitet, und er erwähnt, daß jedes Projekt in dem Unternehmen "zwei Jahre braucht, bis es ausgereift ist, auch wenn die Idee einfach und brillant ist. Das ist die Regel."
Anscheinend steht die schnell getaktete globale Unternehmenswelt, die sofort Ergebnisse sehen will, "in starkem Gegensatz zu den langsamen Bewegungen der Schweden. Sie debattieren vielmehr ohne Ende, halten zahllose Meetings ab und arbeiten nach einem Prinzip der Verlangsamung. Am Ende erzielen sie damit immer die besseren Ergebnisse."

Er erzählt folgende Geschichte:
Als ich das erste Mal in Schweden war, holte mich einer meiner Kollegen jeden Morgen am Hotel ab. Es war September, beißend kalt und es schneite. Wir kamen früh bei der Firma an und er parkte weit vom Eingang entfernt (2000 Mitarbeiter kommen mit dem Auto zur Arbeit). Am ersten Tag sagte ich nichts, auch nicht am zweiten und dritten. Dann fragte ich eines Morgens: "Hast du einen bestimmten eigenen Parkplatz? Mir ist aufgefallen, daß wir weit vom Eingang entfernt parken, auch wenn es sonst noch keine Autos auf dem Platz gibt."

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