Dirk Henn

Nur weniger ist mehr

Kann die Entkonsumierung unserer Leben gelingen?

Warum Wale die Orientierung verlieren...

Warum Wale die Orientierung verlieren...     © beck

Dirk Henn

Seit einigen Monaten verfüge ich über weitaus weniger Geld als zuvor. Und ich hatte die Hoffnung, dass das meiner Umwelt gut tut.

Schließlich kann ich nur noch halb so viele elektronische Geräte und Einrichtungsgegenstände kaufen und nur noch einen Bruchteil der Unterhaltung konsumieren – Kino, CDs, Thermalbadbesuche und üppige Festmahle sind seltener geworden als zuvor.
Das heißt nicht, dass auch meine Lebensfreude darunter leidet. Nein, das nicht. Es ist sogar so, dass ich - von einigen meiner ehemaligen Besitztümer befreit - leichteren Herzens durch die Welt wandeln kann.

Die Macht der Gewohnheit

lösen
Dirk Henn

Seit einiger Zeit versuche ich, freier zu arbeiten. Vielleicht sieben Stunden lang an einem Tag, am nächsten nur drei und dann – wenn ich so richtig mit Energie in ein Projekt eingetaucht bin – möglicherweise 12 oder 13 Stunden. Das wär’ was, das würde mir Freude machen. Und warum auch nicht? Ich leite einen Verlag und kann mir meine Zeit frei einteilen.

Doch es gelingt mir nicht. Nur manchmal, zäh, schwer und schleppend.

Neubesinnung

Parkplatz am Morgen

Parkplatz am Morgen       Foto © Dirk Henn

Dirk Henn

Aus meiner neuen Wohnung schaue ich auf einen Parkplatz. Des Morgens eilen die Menschen in ihren meist viel zu großen Autos herbei. Wie auf einer Landebahn führt sie die lange Zufahrtspiste vor die Eingänge des Kindergartens und der Kleinkind-Gruppe. "Sieben Zwerge" und "Sonnenblume" klingt niedlich, doch die Menschen die dorthin eilen, scheinen oft in großer Not zu sein. Sie biegen mit ihren Kleintransportern, Familienvans und Kombis in derart wahnwitziger Hast um die Kurven, dass die Anwohner der umliegenden Häuser des Morgens und am Mittag lieber Abstand halten.

Den Blick auf das Unmögliche gerichtet

Starkwindbereich

Viel Gegenwind       Foto © IBV2012/photocase

Dirk Henn

"Denn bei allem, was wir tun, denken und fühlen, möchten wir manchmal bis zum Äußersten gehen. Der Wunsch wird in uns wach, die Grenzen zu überschreiten, die uns gesetzt sind.

Es ist auch mir gewiss, dass wir in der Ordnung bleiben müssen, dass es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir uns aneinander prüfen müssen.

Innerhalb der Grenzen aber haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, das Unmögliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Größe.

Mut zur Lücke

Was tun, wenn uns nicht gelingt, was wir uns vorgenommen haben?

Den Bogen raus

Wie geht es weiter?       Foto © UlrikeA/photocase

Dirk Henn

In einer Stunde ist es Donnerstag und ich sollte einen weiteren Beitrag für 52 Wege auf Lager haben...
Habe ich aber nicht.

Gerade ziehe ich um, kümmere mich um den Kauf unseres Schulhauses und schaffe es so gerade eben, daneben auch noch meiner Arbeit im Büro nachzukommen. Die 52 Wege sind diesmal auf der Strecke geblieben.

Gute Vorsätze für 2010

Dirk Henn

Drei gute Vorsätze habe ich mit ins Jahr 2010 genommen. Ich werde

• morgens in der Frühe meditieren;

• beständig an den 52 Wegen arbeiten;

• mir täglich mit frischen Nahrungsmitteln aus regionalem Bioanbau etwas kochen.

Das ist das, was mir über meinen gewohnten Tagesablauf hinaus verlässlich möglich ist.

Mich interessiert, was du dir in diesem Jahr vorgenommen hast, um die Welt für dich und für andere zu einem besseren Ort zu machen. Schreib uns doch davon in den Kommentaren. (Ich kann mir gut vorstellen, dass wir noch das eine oder andere voneinander lernen können.)

52 Wege durch das Jahr 2010

Ein kostenloses Abonnement als Geschenk

Dirk Henn

Heute schreibe ich einmal in eigener Sache.
Seit April sende ich euch Donnerstag für Donnerstag den 52 Wege-Newsletter zu. Mindestens zehn Jahre lang, so habe ich mir vorgenommen, will ich diesen kostenfreien Service anbieten; was wachsen und gedeihen soll braucht Zeit und Pflege, das weiß jede Gärtnerin und jeder Gärtner nur zu gut.

Nun, kurz vor Weihnachten, will ich euch um eure Mithilfe bitten. (Seid ohne Sorge. Dies ist einmalig, und ich werde euch nicht mehr als einmal im Jahr derart zu Leibe rücken.)

Ich brauche eure Mithilfe, weil ich die 52 Wege in die Welt tragen will. Und jetzt, zur Jahreswende, in der Weihnachtszeit, wäre es ein schönes Geschenk, Freunden, Bekannten und Verwandten 52 Wege anzubieten, die sie durch das Jahr 2010 begleiten.

Kavaliersdelikte für alle

Warum sich Politik erst ändert, wenn wir uns verändern

Wir wählen die Atomkraft
Dirk Henn

Am Wochenende sind Wahlen, und im Grunde meines Herzens wünsche ich den radikalen politischen Wandel. Den ökologischen Umbau der Gesellschaft, die Entschleunigung der Ökonomie - und zwar sofort.

Doch daraus wird nichts. Nicht jetzt. Und schon gar nicht am nächsten Sonntag. So einfach geht das nicht, denn, was ich da will, widerspricht den Gesetzen politischen Handelns.

Von der Sehnsucht in die Mangel genommen

In die Ferne schweifen

Am Fluchtpunkt       Foto © yeah.yeah/photocase

Dirk Henn

Wenn ich einen Mangel empfinde (und es gibt im Leben eine Menge Gründe, wegen derer man Mangel verspüren kann!) steigt sie in mir auf: Diese Lust, etwas zu haben, etwas zu bekommen.

Während ich auf unserem Weinberg mit dem Hund durch die Abenddämmerung gehe, leuchtet mir das rote Neonlicht des Media Marktes entgegen. Es gibt mir einen heißen Stich und meine Lust auf kleine unterhaltsame elektronische Freunde ist in mir entfacht – iPhones, iPods, Laptops, es gibt so köstliche elektronische Freuden.

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