Die Sanftheit kommt von dir

sanft
Chögyam Trungpa

In allen Lebenslagen kann die Sanftheit nur von dir kommen, niemand anders kann sie hinzufügen.

Wenn sich jemand in dich verliebt, wird daraus nichts, wenn du diese Person nicht liebst. Nichts kann von außen fabriziert werden.

Du musst in einem Zustand der Sanftheit oder Offenheit gegenüber der Situation sein; die äußerliche Situation kann nur als eine Erinnerungshilfe fungieren. Äußere Situationen eignen sich nur als Wegmarken.

Dieser Text entstammt dem "Ocean of Dharma"-Newsletter der großartigen Trungpa-Editorin Carolyn Rose Gimian.
Aus: "Overcoming Obstacles to Work", Kapitel 5 in "Work, Sex and Money: Real Life on the Path of Mindfulness". Das Buch wird 2011 bei Shambhala Publications erscheinen. Übersetzung: Dirk Henn.

Kommentare

Sanftheit muss sein ;-)

Liebe Katharina,

mir geht es wie dir, wenn das Wort "muss" auftaucht. Meist weist es auf eine nicht stimmige Strömung hin und so versetzt es mich in Alarm.

Aber an dieser Stelle steht es zurecht. Ich habe auch in anderen Texten von Rinpoche nachgeschaut: Sanftheit und Offenheit muss sein. An ihr kommen wir nicht vorbei, wenn wir weiterkommen wollen. Ebenso, wie wir essen müssen, wenn wir nicht verhungern wollen. Da bin ich immer mehr überzeugt, dass Chögyam Trungpa Rinpoche richtig liegt.

Was macht das "muss" mit der Sanftheit?

Lieber Dirk,

erstamal meinen Dank an dich, ich freue mich jedes mal sehr wenn dein "Donnerstagsimpuls" in meinem Postfach liegt. Es ist auch jedesmal überraschend: huch - da ist schon wieder eine Woche vergangen - ah, so so.

Gedanklich bin ich da meist wieder, manchmal sogar noch, bei dem letzten. So auch diesmal, weil ich so über das "muss" bei der Sanftheit gestolpert bin. Ist das ein Überstzungsfehler oder was macht das "muss" bei der Sanftheit und Offenheit?

Das "muss" ist doch sehr unsanft und extrem unoffen. Ich finde das "müssen" sogar richtig böse und gemein und versuche inzwischen schleunigst meine Türen zu verschließen, wenn das ankloppt. Was ganz schön schwierig ist, denn es sagt: du mußt aber aufmachen... Da möcht ich Wachs in meine Ohren stopfen.

Auch aus dem alltäglichen Sprachgebrauch es herauszuhalten, ist so mühsam. Ein echter Wurm - gibt es eine Sprache auf dieser Welt ohne "muss"?

Mit besten Grüßen, Katharina

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Nähere Details können Sie der Creative Commons Lizenz entnehmen, der dieser Beitrag unterliegt. Urheber: 52wege.de/Chögyam Trungpa

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