Der Geldbörsenfreund

Federleicht

Federleicht       Foto © suze/photocase

Dirk Henn

Wir verbringen eine Menge Zeit damit, Dinge zu kaufen und geben dabei viel Geld aus. Das ist einer der Hauptgründe, warum wir so viel arbeiten: Damit wir uns all die Dinge auch leisten können.

Konsum übt einen gleich dreifachen Druck aus: Auf unser Leben, auf unser Portemonnaie und auf die Gesundheit unseres Planeten Erde.

Der wirkungsvollste Weg, diesen Stress zu reduzieren, besteht darin, einfach weniger zu kaufen.

Es geht mit weitaus weniger. Immer. Das ist der einzige Weg in ein Leben, in dem wir nicht von den Dingen, die uns umgeben, erdrückt werden. Und der einzige Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Wenn wir uns weniger um den Kauf von Dingen kümmern müssen, entsteht ein freier Raum – für Dinge, die wir lieber täten: Zeit mit unseren Freunden und unserer Familie verbringen, unsere Hobbys und Talente erkunden oder einfach nur bei einem Gang vor die Tür das Leben und diesen Tag genießen.

Wir wäre es mit einer kleinen Hilfestellung auf diesem Weg?

Ein einfacher Trick, Impulskäufen zu widerstehen, ist der Geldbörsenfreund. Das ist ein Papierumschlag, in den du zum Beispiel deine EC-Karte hüllen kannst. So hast du immer einige hilfreiche Fragen zu den Dingen, die du gerade kaufen willst, zur Hand. Federleicht und wirkungsvoll. Probier es mal aus.

Ich habe dir den Geldbörsenfreund als PDF-Datei bereitgestellt. Lade ihn dir herunter und versuch`s damit. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

Die Idee für den Geldbörsenfreund stammt ursprünglich von der Website des hervorragenden Center for a New American Dream, er ist Bestandteil der "Kauf weniger, teile mehr"-Kampagne.

Erzähl auch anderen vom Geldbörsenfreund, das würde mich freuen... ;-)

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Und ein einfarbiger Geldbörsenfreund459.65 KB

Kommentare

Hummelfiguren

Hallo Herr Henn, vielen Dank für die tollen Beiträge.
Auch diesem hier kann ich mich zu 100 % anschließen.
Meine Mutter muss zur Zeit ihren Hausrat reduzieren aufgrund eines Umzuges in eine kleinere Wohnung. Das meiste Zeug wird entweder verschenkt, bzw. entsorgt. Wenn ich bedenke, was der ganze Kram mal gekostet hat und einfach nur so rumstand (Klamotten die nie getragen wurden, Geschirr, das mehr Dekoration ist, als genutzt wird, oder Stichwort Staubfänger, z. B. Hummelfiguren, irgendwelche geschnitzten Elefanten, Puppen mit Echtheitszertifikat.....). Bei vielen Dingen wird uns eingeredet, dass der Kram viel wert ist und uns glücklicher macht. Alles Lüge. Der Kram bringt nur denen was, die diesen Wohlstandsmüll herstellen. Da werden einfach nur viele Ressourcen unnötig verschwendet.
Habe mein Verhalten darin geändert, das ich mindestens eine Nacht darüber schlafe, wenn mir etwas gefällt, ob ich diesen Gegenstand kaufe und ob dieser mich glücklicher macht. Das meiste erledigt sich dann von selbst.

Grüße

mein Trick

Ganz ehrlich, es ist ne nette Idee und die Fragen auf dem Geldbörsenfreund finde ich super. Allerdings ist es an der Kasse, an der ich meine EC-Karte dann ziehe schon zu spät.

Die Fragen sollte man sich schon beim Griff ins Regal stellen.

Mein Trick bzw. meine Frage, die ich mir immer vor einem Kauf stelle ist:
erhöht dies meine Lebensqualität???

Und tatsächlich, es gibt wenige Dinge, die das tun!

Super!

Haut genau in die Kerbe von Niko Paech's Buch "Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie", das ich vor kurzem gelesen habe!
Der Mensch denkt, Konsum macht ihn glücklich.... aber genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall, es sind oft Zwangshandlungen.
Während der Zusammenhang Konsum - Portemonai allgegenwärtig sein dürte, sollte der Mensch häufiger auch den Zusammenhang zwischen Konsum und Gesundheit (von sich selbst und der Umwelt) reflektieren.

Danke für das anregende Statement und die Idee :)

wunderbare Idee

Bisher habe ich in meinem Leben nur zwei Dinge mit der EC-Karte bezahlt. Das soll auch so bleiben. Die Idee des Gelsbörsenfreundes finde ich jedoch grandios. Vielen Dank für den Vordruck!

super beitrag. werde ich auf

super beitrag. werde ich auf jeden fall teilen. danke.

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Nähere Details können Sie der Creative Commons Lizenz entnehmen, der dieser Beitrag unterliegt. Urheber: 52 Wege / Dirk Henn

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