Aus dem Kokon in die Wiege

Im Kokon

Im Kokon     Foto © an.ma.nie/photocase.com

Chögyam Trungpa

Ein ängstlicher Geist ist die Mentalität derer, die noch immer Freude daran finden, im Kokon der Bequemlichkeit zu überwintern.
Menschen halten eine lange Liste von Gründen bereit, warum sie überwintern wollen. Sie beklagen, dass die Welt ein unwirtlicher Ort ist, also müssen sie in ihren Kokons verweilen.
Philosophen, Psychologen, Musiker, Mathematiker, Köche und ebenso Näherinnen – alle Arten von Menschen mit allen Arten von Geisteshaltungen – mögen ihre eigenen Antworten haben, warum man sie in ihren eigenen und speziellen Kokons belassen sollte.

Jene von uns, die den Kokon verlassen und sich in die Welt des Kriegers begeben haben, behandeln solche Möchtegern-Krieger sanft. Wir respektieren sie, doch andererseits lassen wir sie nicht für immer in ihren Kokons verweilen. Sanft nehmen wir die eingehüllten Wesen aus ihren Kokons heraus und setzen sie stattdessen in die Wiege liebevollen Mitgefühls.

Dieser Text entstammt dem "Ocean of Dharma"-Newsletter. Er wurde zusammengestellt von Carolyn Rose Gimian aus "The Education of the Warrior", Seiten 39 bis 40, in "Smile at Fear: Awakening the True Heart of Bravery". Übersetzung: Dirk Henn.

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Danke für diesen tollen Newslettter - haben ihn von meinen Aufbruchfreunden bekommen!

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