Materialismus hat einen hohen Preis

Ein großartiger Film zum Thema jetzt auch in Deutsch

Tim Kasser



Das Geheimnis, mit dem du alles verändern kannst

Aufbruch

Aufbruch       Foto © willma.../photocase

Leo Babauta

Ich habe im Laufe der Jahre einiges darüber gelernt, wie wir Gewohnheiten verändern können, und ich habe Tausenden Menschen gelehrt, wie es geht. Am Schwierigsten zu verändern sind die Gewohnheiten, die wir scheinbar nicht unter Kontrolle haben. Wir wollen uns verändern, können aber scheinbar nicht die dafür nötige „Willenskraft“ (ein Begriff, an den ich nicht glaube) aufbringen.
Für mich waren Gewohnheiten, die außer Kontrolle zu sein schienen: rauchen, Fast Food essen, zu viel essen, wenn ich mit anderen zusammen war, Dinge aufschieben, Wut, zu viel Geduld, negative Gedanken.

Ich habe jedoch ein kleines Geheimnis gelernt, durch das ich das alles verändern konnte:

Wenn du dir dessen bewusst bist, kannst du es verändern.

Ok, verdreh bitte nicht gleich die Augen und hör nicht sofort auf zu lesen. Dieses Geheimnis scheint für manche offensichtlich oder zu einfach zu sein. Lass uns also etwas tiefer schauen.

Wenn wir den Drang spüren, etwas zu essen, von dem wir wissen, dass es nicht gut für uns ist, geben wir oft auf. Aber ist es wirklich so einfach? In Wahrheit findet unser Verstand vielmehr eine rationale Erklärung dafür, warum wir dieses Stück Kuchen essen sollten, warum es zu schwer ist, dem zu widerstehen, warum es gar nicht so schlimm ist, wenn wir es essen. Der Verstand fragt uns, warum wir uns diesen Schmerz antun wollen, warum wir uns nicht einfach leben lassen können und warum wir diese Belohnung denn nicht verdienen?

Die Familie aller Dinge

Mary Oliver

Du brauchst nicht gut zu sein.
Du brauchst nicht Hunderte von Meilen
Reuevoll auf Knien durch die Wüste zu rutschen.
Du brauchst bloß das kleine weiche Tier deines Körpers
Lieben zu lassen, was es liebt.
Erzähl mir von Verzweiflung, deiner, und ich erzähle dir von meiner.
Derweil nimmt die Welt ihren Lauf.
Derweil bewegen sich die Sonne und die klaren Kiesel des Regens
Durch die Landschaften,
über Prärien, die tiefen Bäume,
die Berge und Flüsse.
Derweil ziehen die wilden Gänse hoch in der klaren, blauen Luft
Wieder heimwärts.
Wer immer du bist, gleich, wie verlassen,
die Welt bietet sich deiner Phantasie dar,
ruft dich wie die wilden Gänse, mit rauer, aufregender Stimme –
immer wieder, und verkündet dir deinen Platz
in der Familie aller Dinge.

Unsere Herzen an die richtigen Dinge binden

makellos

makellos       Foto © sumita/photocase

Joshua Becker

Zeit meines Lebens hatte ich den Eindruck, dass meine Handlungen meinem Herzen folgen.
Ich meine das in dem Sinne, dass ich mein Geld, meine Energie und Aufmerksamkeit auf die Dinge lenke, die mir am meisten bedeuten: Das, was mir im Leben am kostbarsten ist, spiegelt sich in den Investitionen wider, die ich in meinem Leben getätigt habe.

Obschon in dieser Behauptung einige Wahrheit liegt, habe ich in den vergangenen Jahren, in denen ich mich dem Minimalismus zugewandt habe, auch bemerkt, dass das Gegenteil ebenso zutrifft: Dass sich mein Herz ganz natürlich dort zeigt, wo ich am meisten investiert habe; dass also nicht meine Investitionen meinem Herzen folgen, sondern dass mein Herz dazu neigt, den Investitionen zu folgen.

Die U-Bahn verpasst

Abgefahren

Abgefahren       Foto © jlokij/photocase

Julien Smith

Viele Menschen sagen, dass "der Zug abgefahren ist" – aber so denke ich nicht.
Ich stelle mir Chancen als eine Reihe von U-Bahnen vor, die an einer Haltestelle ankommen, eine nach der anderen.

Es geht nicht darum, an welchem U-Bahnhof du dich befindest. Er mag weit entfernt sein oder nah, aber das ist nicht wichtig. Von wo du startest, ist einfach eine Frage des Zufalls; es lohnt nicht, sich um diese Frage Sorgen zu machen.

Jeden Moment verbessern

Leo Babauta

Ich spreche mich sehr dafür aus, dass wir langsamer werden, unser Leben vereinfachen, weniger tun und nicht so beschäftigt sind … aber was ist, wenn wir in einer Situation sind, in der das nicht möglich ist?
Was tun wir, wenn wir in unserem Leben nicht weniger beschäftigt sein können – sind wir dann dazu verurteilt, ein Leben in Angst und Unglück zu leben?
Nein. Ich werde ein ganz einfaches Werkzeug mit dir teilen, das vielleicht wirklich dein Leben transformiert. Es ist etwas, das ich in den letzten Monaten ausprobiert habe und ich kann bestätigen, dass es hervorragend funktioniert.

Im Garten der Schöpfung

Flug

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Thomas Merton

Was der Mensch wichtig nimmt, ist aus der Sicht Gottes oft trivial.
Und was uns bei Gott als „Spiel“ erscheinen mag, ist vielleicht das, was Er selbst besonders ernst meint.

Auf jeden Fall spielt Gott im Garten seiner Schöpfung und vergnügt sich darin, und wenn wir von unserer Besessenheit von dem, was wir für den Sinn von all dem halten, ablassen könnten, dann wären wir vielleicht in der Lage, Seinen Ruf zu hören und uns Ihm in Seinem geheimnisvollen kosmischen Tanz anzuschließen.

Die Energie der Wut nutzen

Wut ist anstrengend und macht müde. Wenn wir diesem Gefühl nachgehen, dann investieren wir eine Menge Lebensenergie, die wir für andere Dinge nicht mehr zur Verfügung haben. Was uns außerdem Kraft für das Aufwachen raubt und wie wir damit umgehen können...

Wutenergie

Wutenergie       Foto © inkje/photocase

Ezra Bayda

Seien wir ehrlich: Die meiste Zeit sind wir einfach nicht aufmerksam. Wir verlieren uns in fast allem, was wir tun, und in jeder Identität, die wir annehmen. Die meisten unserer Gedanken und Handlungen entstehen voraussagbar und mechanisch aus unserer Konditionierung. Nur selten wissen wir, wer wir wirklich sind, jenseits eines engen und befangenen Selbstgefühls. Eine der wichtigsten Einsichten in der Meditationspraxis besteht in der Erkenntnis, in welchem Ausmaß wir im Schlaf leben.

Nimm das Gute in dich auf

Konzentriert dein Gehirn sich auf das Negative?

Rick Hanson

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Gehirn von Natur aus eine Vorliebe für das Negative hat. Mit anderen Worten, während wir uns im Verlauf von Millionen Jahren in der Evolution entwickelten und dabei versuchten, Stöcken auszuweichen und Karotten zu bekommen, war es viel wichtiger, die Stöcke zu bemerken, darauf zu reagieren und sich an sie zu erinnern, als auf die Karotten zu reagieren.

Die Vorliebe für das Negative zeigt sich in vielen Formen

Studien haben zum Beispiel Folgendes herausgefunden:

• Das Gehirn reagiert im Allgemeinen stärker auf einen negativen Stimulus als auf einen gleichermaßen intensiven positiven Stimulus.

• Tiere – wir eingeschlossen – lernen typischerweise mehr aus Schmerz als aus Freude. Wenn du dich einmal verbrannt hast, bist du doppelt vorsichtig.

• Schmerzvolle Erfahrungen werden viel leichter erinnert als erfreuliche.

• Menschen werden viel härter arbeiten, um zu vermeiden, dass sie etwas verlieren, als dafür zu arbeiten, die gleiche Sache zu bekommen.

• In einer Beziehung braucht es im Allgemeinen fünf positive Interaktionen, um eine negative Interaktion auszugleichen.

In deinen eigenen Gedanken

Woran erinnerst du dich am Ende eines Tages? Die fünfzig Dinge, die gut gegangen sind, oder die eine Sache, die schlecht gelaufen ist? Wie der Typ, der dir im Verkehr die Spur abgeschnitten hat, was du gegenüber einem Kollegen gern anders gesagt hättest, oder eine große Sache auf deiner To-do-Liste, die du nicht erledigt hast …

Im Grunde ist das Gehirn wie ein Magnet für negative Erfahrungen und wie Teflon für positive Erfahrungen. Das färbt die implizite Erinnerung – deine zugrunde liegenden Erwartungen, Glaubenssätze, Handlungsstrategien und Stimmungen – in einer zunehmend negativen Richtung.

Tun, was getan werden muss

Kuddelmuddel

Klar durchs Kuddelmuddel       Foto © Mr. Nico/photocase

William Rosenzweig

Tag für Tag gibt es mehr zu tun, als uns unsere Zeit oder unsere Ressourcen erlauben. Es ist nicht möglich all das zu vollenden, das zu tun wäre. Starte mit diesem Wissen. Es ist beides – eine Quelle der Frustration und der Freude.

Viele Aufgaben scheinen leicht und angenehm zu sein, andere sind anstrengend und entmutigend. Nimm es wie es kommt. Mal wirst du dich überwältigt fühlen, dann wieder bist du verwirrt über die Frage, wo du anfangen sollst. An manchen Tag bist du klar und inspiriert, in dir selbst ruhend. Andere Morgende bringen dir nichts als Nebel.

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